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Free All Women
Statements
Free All Women lebt von der Vernetzung und dem Mut die Stimme zu erheben. Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen kommen zusammen, um eine gemeinsame Botschaft zu senden: Schutz und Würde für alle. Wir danken allen, die sich hier mit einem Statement engagieren.
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FAQ
Statements
Als kurdisch-jüdisches Bündnis bringen wir die Perspektiven von Kurd*Innen, Jesid*Innen sowie von Jüd*Innen ein, Gemeinschaften, die aus ihrer Geschichte heraus wissen, wie verletzlich Menschenwürde in Zeiten von Gewalt und Krieg ist. Gerade deshalb stehen wir gemeinsam dafür ein, dass sexualisierte Gewalt niemals relativiert, verschwiegen oder politisch instrumentalisiert wird. Wir wollen insbesondere jene Frauen sichtbar machen, deren Schicksale im Schatten medialer Aufmerksamkeit stehen und deren Stimmen zu oft ungehört bleiben.Wir setzen uns ein für Anerkennung, Schutz, Aufarbeitung und Gerechtigkeit. Und wir treten dafür ein, dass Mitgefühl nicht an Grenzen, Identitäten oder Narrative gebunden ist, sondern dort beginnt, wo Menschenwürde verletzt wird. Gemeinsam sagen wir: Schweigen schützt die Täter. Zuhören, benennen und handeln schützt die Betroffenen.
…das Verschweigen sexualisierter Gewalt hat noch nie zu einer kollektiven Emanzipation geführt, sondern immer nur Täter:in nen beschützt und Strukturen der Verharmlosung gefördert.… Leugnung ist oft Teil sexualisierter aber auch antisemitischer Gewalttaten – sie wird zu ihrem grausamen, lebensbegleitenden Unterton. Denn egal wie öffentlich und selbstgerecht die Gewalt stattfindet und bejubelt wird, es scheint Teil dieser Gewalt zu sein, dass es möglich sein wird, sie zu verleugnen. So können sich Vergewaltiger gleichzeitig mit ihren Taten brüsten, während die Gewalt in ihrer Verbindung mit gesellschaftlichem Hass und sozialen Übereinkünften über den Akt des Vergewaltigens hinausgeht: Denn der sexualisierten Gewalt ist der Erfolg des Einsatzes von Sexualität als Herrschaftsinstrument ebenso eingeschrieben wie die Drohung, dass sie geleugnet werden wird, weil den Opfern einer solchen Gewalt ohnehin nicht geglaubt wird. …
Wenn die Reaktionen auf die Massaker des 7. Oktober etwas gezeigt haben, dann ist es die Notwendigkeit einer Neuformierung eines an einem situierten Universalismus orientierten Feminismus … Situierter Universalismus bedeutet einerseits die spezifiischen Bedingungen feministischer Befreiungskämpfe anzuerkennen, andererseits aber die utopische Dimension dieser Kämpfe im Auge zu behalten.
Livia Erdösi, Ana Hoffner Ex-Prvulovic* und Nora Sternfeld
Auszüge aus der Einleitung von: Denialism. Antisemitismus und sexualisierte Gewalt aus feministischer Perspektive(https://www.verbrecherverlag.de/shop/denialism-antisemitismus-und-sexualisierte-gewalt-aus-feministischer-perspektive/)
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen existiert seit Anbeginn der Menschheit – und wird dennoch viel zu oft ignoriert.
Ich bin eine jesidische Frau. Im Jahr 2014 erlebten die Jesidinnen und Jesiden grausamste Massaker, Vergewaltigungen und Versklavungen, während die Welt zusah.
Bis heute gelten über 2’600 jesidische Frauen als vermisst.
Ich stehe für die jesidischen Frauen ein – und für alle Frauen weltweit.
Darum unterschreibe ich diese Petition.
Unabhängig
von Herkunft
Religion
Alter
Sprache
sexueller Ausrichtung
#freeallwomen
In Zeiten wachsender Spaltung braucht es Räume, in denen wir uns auf das Wesentliche verständigen: die Unantastbarkeit der Würde jeder Frau. Gegen sexualisierte Gewalt stehen wir gemeinsam – jenseits von Ideologien und Lagern.
Ich unterstütze diese Petition, weil Würde universell ist. Keine Frau und kein Mädchen darf zum Mittel politischer oder militärischer Macht werden.
Wenn sexualisierte Gewalt systematisch eingesetzt wird, warum ist die Empörung nicht ohrenbetäubend?
Wir sind einfacher zu hören, wenn wir uns als Frauen und Minderheiten vernetzen.
Wenn wir die Stille gemeinsam brechen.
Ich stehe gegen jede Form der Unterdrückung von Frauen ein und also auch gegen religiösen Fundamentalismus, gegen frauenfeindlichen Rechtsextremismus und gegen frauenfeindlichen Linksextremismus. Oder vereinfacht gesagt: Menschenrechte first!
Unsere Kraft liegt in der Bereitschaft, uns über Communities hinweg zu vernetzen. Die Wunden der anderen anzuerkennen. Das ist unser kleinster gemeinsamer Nenner.
Es sind nicht einfach Frauen, die diese schreckliche Gewalt erfahren. Sie sind Mütter, Schwestern, Ehefrauen und Freundinnen.
Und sie brauchen unsere Unterstützung.
Frauenrechte müssen universell gedacht werden, denn so lange Frauen irgendwo versklavt, missbraucht und unterdrückt werden, bleibt die fatale patriarchale Erzählung von der Ungleichheit der Geschlechter real in der Welt. Wir müssen uns weltweit verbünden.
Wir haben keine Zeit mehr, nicht mutig zu sein. Und das heisst auch: Sich jenseits ideologischer Grenzen verbinden zu WOLLEN.
Sexualisierte Gewalt verletzt und kennzeichnet fürs Leben. Nicht nur die Opfer, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Dagegen stehen wir ein. Unabhängig von kulturellen Hintergründen. Das macht uns zu Menschen, gemeinsam.
Wenn wir Frauen nicht zusammen stehen und gemeinsam gegen Frauenfeindlichkeit und Gewalt einstehen, kämpfen, hinstehen....
Wer ist dann?
FREE ALL WOMEN 💪
Sexualisierte Gewalt ist erbärmlich. Und inakzeptabel. Immer. Überall.
Sexualisierte Gewalt – ob als Mittel der Kriegsführung oder als Ausdruck patriarchaler Macht – ist ein Verbrechen, das uns zutiefst erschüttert und das wir unmissverständlich verurteilen. Besonders häufig trifft sie Frauen und queere Menschen. Ihnen gilt unsere uneingeschränkte Solidarität. Wir stellen uns entschlossen gegen jede Form von Hass und stehen kompromisslos an der Seite der Überlebenden.
Eva Schmid, Stv. Generalsekretärin
Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund SIG
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